Delfine auf Teneriffa zu sehen ist eines dieser Erlebnisse, die man nie vergisst. Aber wenn du es richtig machen willst – ohne Stress, ohne Menschenmengen, ohne riesige Boote, die Tiere verfolgen – gibt es bessere Orte als andere. Und einer davon sticht besonders hervor.

🥇 Palm Mar: der beste Ort, um Delfine vom Kajak aus zu sehen

Dieses kleine Juwel im Süden der Insel, direkt am geschützten Naturgebiet Malpaís de La Rasca, bietet eines der authentischsten Erlebnisse, um Delfine auf Teneriffa in völliger Freiheit zu beobachten. Du brauchst kein großes Boot – eine einfache Kajaktour reicht, um plötzlich nur wenige Meter von einer Delfinschule entfernt zu paddeln.

Du kannst Delfine vom Kajak aus beobachten – ohne Motor, ohne Lärm, ohne ihren natürlichen Rhythmus zu stören. Sie schwimmen in Gruppen, nähern sich neugierig und mit etwas Glück begleiten sie dich mehrere Minuten lang durch das kristallklare Wasser.

Außerdem ist diese Gegend ruhig und frei von starkem Bootsverkehr – das erhöht die Chance auf eine Sichtung und reduziert den menschlichen Einfluss auf das Ökosystem.

Auf unserer Tour hast du nach der Delfinbeobachtung auch die Möglichkeit, mit Meeresschildkröten zu schnorcheln.

🐬 Los Gigantes: Delfine und andere Wale vom Boot aus beobachten

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Vor den beeindruckenden Klippen von Los Gigantes leben in den tiefen Gewässern zahlreiche Grindwale (auch „Pilotwale“ genannt) und Große Tümmler.

Dieses Gebiet eignet sich hervorragend für Bootsausflüge – mit erfahrenen Guides, die die Bewegungsmuster der Tiere gut kennen und die Abstandsregeln respektieren. Wenn du ein Erlebnis auf dem offenen Meer mit spektakulären Aussichten und hoher Sichtungswahrscheinlichkeit suchst, wirst du diesen Ort lieben.

Wichtig: Achte darauf, Anbieter mit dem Zertifikat „Verantwortungsvoller Walbeobachtungstourismus“ zu wählen – so stellst du sicher, dass dein Besuch die Tiere nicht stört.

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🐬 Costa Adeje: Delfine und Wale vom Boot aus beobachten

📍 Standort auf der Karte

Vom Hafen Puerto Colón aus starten täglich Dutzende Ausflugsboote in Gewässer, in denen häufig Delfine und Wale gesichtet werden.

Es ist eine leicht zugängliche Option mit großem Angebot – ideal für Familien oder Reisende, die Komfort suchen. Viele Touren beinhalten ein Mittagessen, Schwimmen im Meer und einen Guide an Bord.
Allerdings kann sich das Erlebnis eher touristisch als natürlich anfühlen, und nicht alle Anbieter gehen gleich verantwortungsvoll mit der Natur um.

Wähle mit Bedacht. Frag nach. Und wenn möglich, meide Massenausflüge. Delfine brauchen kein Publikum – nur Respekt.

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🐬 La Caleta: Schnorcheln und gelegentliche Begegnungen

📍 Standort auf der Karte

Auch wenn es sich nicht um klassische Beobachtungszonen handelt, kannst du beim Schnorcheln oder Tauchen in der Umgebung von La Caleta mit etwas Glück eine Delfingruppe vorbeiziehen sehen.

Das passiert nicht oft – aber es kommt vor. Besonders in den frühen Morgenstunden, wenn das Meer ruhig und der menschliche Einfluss gering ist.

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Welche Delfinarten kann man auf Teneriffa beobachten?

In den Gewässern rund um Teneriffa schwimmen einige der beeindruckendsten Delfinarten des Atlantiks. Hier stellen wir sie dir vor – mit Namen, Besonderheiten und einem kleinen Spoiler: Eine davon ist eigentlich gar kein Delfin… sieht aber so aus.

🐬 Großer Tümmler (Tursiops truncatus) – Der charismatische Klassiker

Wenn du schon mal einen Delfinfilm gesehen hast – das war er. Der Große Tümmler ist der bekannteste, geselligste und am leichtesten auf Teneriffa zu beobachtende Delfin.

Er hat dieses natürliche Lächeln, elegante Sprünge und eine Neugier, die ihn ganz nah an Boote – oder sogar Kajaks – bringt.

Wie erkennt man ihn?

  • Kräftiger Körper, hellgrau mit hellerem Bauch
  • 2 bis 4 Meter lang
  • Schwimmt meist in kleinen Gruppen, manchmal aber auch in großen Schulen

☝️ Fun Fact: Er hat ein großes, komplexes Gehirn. Sie kommunizieren über Laute, erkennen sich im Spiegel und leben in sozialen Hierarchien.

Im Süden der Insel – besonders in Palm Mar, Los Gigantes und Costa Adeje – kann man ihn das ganze Jahr über sehen.

Offizielles Artenprofil

🐬 Tropischer Grindwal (Globicephala macrorhynchus) – Der „Delfin“, der eigentlich ein Wal ist

Jetzt wird’s spannend: Der Grindwal sieht aus wie ein riesiger Delfin, gehört aber zu den Zahnwalen. Trotzdem ist er näher mit Delfinen als mit Blauwalen verwandt – und er lebt ganzjährig in den Tiefen vor Südwest-Teneriffa.

Wie erkennt man ihn?

  • Dunkelgrau oder schwarz
  • Runde Kopfform, kein sichtbarer Schnabel
  • Bis zu 6 Meter lang und über 1.000 kg schwer

☝️ Fun Fact: Diese Art ist auf Teneriffa heimisch – das heißt, sie lebt dauerhaft hier. Besonders häufig sieht man sie bei Los Gigantes und Adeje.

Trotz seiner Größe ist der Grindwal friedlich und lebt in engen Familiengruppen.

Offizielles Artenprofil

🐬 Gestreifter Delfin (Stenella coeruleoalba) – Der flinke Akrobat

Das ist einer der aktivsten und schwersten zu fotografierenden Delfine. Wenn du ihn springen siehst – schnall dich an. Hoch, schnell, überraschend.

Wie erkennt man ihn?

  • Helle und dunkle Streifen entlang des Körpers, wie „gestreift“
  • Eher klein (2 bis 2,5 Meter)
  • Hält sich lieber in tiefem Wasser auf, selten nah an der Küste

☝️ Fun Fact: Er kann über 50 km/h schwimmen und mehrere Meter hoch springen. In Gruppen ist es eine echte Show.

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🐬 Gemeiner Delfin (Delphinus delphis) – Der weite Wanderer

Auch wenn man ihn auf Teneriffa nicht so häufig sieht, taucht der Gemeine Delfin gelegentlich auf – vor allem während der Wanderungen oder in weniger befahrenen Gegenden.

Wie erkennt man ihn?

  • Gelbes oder goldenes Muster an den Seiten
  • Schlanker Körper, sehr schnell
  • Schwimmt in großen, synchronisierten Gruppen

☝️ Fun Fact: Seine koordinierten Sprünge und hohe Geschwindigkeit machen ihn zu einem der spektakulärsten Delfine, wenn er sich zeigt. Er bleibt meist auf Distanz – aber wenn du ihn siehst, lohnt es sich, stehenzubleiben.

Ficha oficial

📅 Wann ist die beste Zeit, um Delfine zu sehen?

Ganzjährig.

Auf Teneriffa leben Delfine und Grindwale das ganze Jahr über – du musst also nicht auf eine bestimmte Saison warten. Trotzdem sind Tage mit ruhigem Meer und guter Sicht (vor allem im Frühling und Sommer) ideal, um sie klar zu beobachten.

🚣‍♀️ Tipps für eine verantwortungsvolle Delfinbeobachtung mit dem Kajak

Delfine vom Kajak aus zu sehen ist nicht dasselbe wie auf einem Boot mit lauter Musik und 80 Touristen, die gleichzeitig Fotos machen.
Es ist eine andere Erfahrung – echter, intimer.

Aber sie bringt auch eine goldene Regel mit sich: absoluter Respekt gegenüber den Tieren.

Wenn du den Moment genießen willst, ohne das Meeresleben zu stören, findest du hier einige wichtige und praktische Tipps für eine bewusste Begegnung:

1. Verfolge sie nicht. Niemals.

Wenn du eine Delfinschule siehst, willst du vielleicht sofort drauflos paddeln.

Mach das nicht.

Delfine sind schnell, sensibel für Geräusche und nehmen ihre Umgebung sehr genau wahr.

Wenn sie sich verfolgt fühlen, verschwinden sie.

Das Beste, was du tun kannst, ist Abstand halten, ruhig bleiben und sie entscheiden lassen, ob sie näherkommen. (Spoiler: oft tun sie es.)

2. Sei leise (ja, auch wenn du völlig begeistert bist)

Kajaks haben keinen Motor – perfekt.

Aber wenn du laut redest, mit dem Paddel haust oder ständig rufst „Ein Delfin!“, zerstörst du die Stimmung.

Paddle ruhig, bewege dich sanft, sprich leise. Je natürlicher deine Präsenz, desto näher kommen sie.

3. Halte ausreichend Abstand

Dringe nicht in ihren Raum ein. Wenn sie die Richtung ändern, schneller schwimmen oder abtauchen, bist du wahrscheinlich zu nah.

Und wenn sie ruhen oder mit Jungtieren unterwegs sind, gilt doppelt so viel Abstand.

4. Versperre ihnen nicht den Weg

Auch im offenen Meer: Delfine folgen Routen.

Wenn du dich ihnen in den Weg stellst, störst du nicht nur – du bringst sie womöglich in Gefahr, besonders bei Bootsverkehr.

Bleib seitlich. Beobachte, ohne zu stören.

5. Vergiss das Anfassen (nicht mal versuchen)

Die Versuchung ist groß – du bist im Kajak, ein Delfin schwimmt direkt neben dir… Aber:

Finger weg.

Du bist nicht in einem Freizeitpark.

Delfine in Freiheit zu berühren ist respektlos, stresst sie, verändert ihr Verhalten – und sie können sich sogar bei Menschen anstecken.

Sie aus nächster Nähe zu sehen ist ein Privileg. Mehr braucht es nicht.

Füttere sie nicht (auch nicht „nur für ein Foto“)

Keine Sardinen, kein Brot, kein „nur ein kleines Stück“. Füttern verändert ihr Verhalten, macht sie abhängig von Menschen und kann ihnen schaden.

Außerdem ist es in vielen Schutzgebieten verboten.

Wenn sie sich dir nähern, dann sollen sie es wegen dir tun, nicht wegen dem, was du gibst. (Klingt wie ein Kalenderspruch, ist aber wahr.)

7. Der beste Tipp: Geh mit einem professionellen Guide raus

Wenn du zum ersten Mal mit dem Kajak unterwegs bist oder die Gegend nicht kennst, buche eine geführte Tour. Ein guter Guide weiß nicht nur, wo und wann man Delfine sieht – er zeigt dir auch, wie man es richtig macht.

Er erklärt die richtigen Abstände, das Verhalten der Tiere und wie du erkennst, ob du störst. Und er gibt dir Sicherheit auf dem Wasser.

In Gegenden wie Palm Mar, wo das Meer ruhig ist und Delfine nahe der Küste schwimmen, ist das Kajakerlebnis unvergesslich – und absolut respektvoll.

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